Wissenwertes über Holzdielen

Ein Holzdielenboden bringt Wärme, Natürlichkeit und eine schöne Optik in Wohnräume. Gerade Massivholzdielen mit Nut und Feder sind dabei vor allem eins: Langlebig. Wenn dieser Bodenbelag nach einigen Jahren abgetreten ist, muss kein komplett neuer Bodenbelag her, sondern kann einfach abgeschliffen werden. So hat man auch für die nächsten Jahre einen hochwertigen Fußboden.

Wir wollen uns in diesem Blogbeitrag einmal die Unterschiedlichen Verlegearten und die damit verbunden Herausforderungen anschauen.

Wichtig: Dies sind allgemeine Hinweise. Je nach Raumart, Untergrund und Raumklima können sich unterschiedliche Anforderungen ergeben.

nutundfeder
feder
hammer

Was bedeutet eigentlich „Nut und Feder“

Bei einer klassischen Nut und Feder Verbindung hat eine Längsseite der Diele eine Nut und die gegenüberliegende eine Feder.

Beim Verlegen wird die Feder der Diele in die bereits verlegte Nut der Diele gesteckt. Dadurch entsteht eine stabile und ebene Fläche.

Wichtig: Nicht direkt mit einem Hammer auf die Diele schlagen, um beide miteinander zu verbinden, das kann die Dielen beschädigen. Stattdessen ein passendes Stück Holzdiele als Zwischenlage benutzen.

holzdiele
holzdielen

Holzielen im Neubau

Im Neubau trifft man auf einen ebenen Estrich als Untergrund. In diesem Fall werden die Holzdielen vollflächig verklebt. Dies ist eine vergleichsweise anspruchsvolle Verlegeart und sollte mit einem Fachbetrieb gemacht werden. In Neubauten befindet sich oft eine Fußbodenheizung und auch die Restfeuchtigkeit des frisch gegossenen Estrichs muss beachten werden.

 

Holzdielen akklimatisieren

Holz ist ein natürlicher Werkstoff und reagiert auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollten Holzdielen vor der Verlegung im vorgesehen Raum gelagert werden. So werden die Dielen auf die späteren Raumbedingungen vorbereitet.

Holzdielen im Altbau verlegen

Im Altbau dagegen trifft man auf unebene Böden, alte Balkenlager, unterschiedliche Aufbauhöhen oder komplett unklare Untergründe. Deshalb verlegt man im Altbau Holzdielen meist mit Unterkonstruktion.

bodenbelag

Die Unterkonstruktion

Eine gut durchdachte und geplante Unterkonstruktion ist die Grundlage für einen langlebigen Dielenboden. Bevor die Unterkonstruktion geplant und aufgebaut wird muss zunächst geklärt werden:

  • Wie hoch darf der neue Boden werden?
  • Wie groß ist der Höhenunterschied zu angrenzenden Räumen?
  • Liegen Türen oder Türzagen auf der richtigen Höhe? (Eventuell müssen Türen gekürzt werden)
  • Gibt es Leitungen/Installationen die Berücksichtigt werden müssen?

Die Unterkonstruktion an sich besteht meist aus Lagerhölzern auf denen die Holzdielen später befestigt werden. Die Lagerhölzer werden parallel zueinander angeordnet und auf die erforderliche Höhe ausgerichtet. Da Altböden häufig nicht eben sind, müssen die Hölzer unterfüttert (mit Kork, Kokosfasser) werden. Zwischen die Lagerhölzer kann mit diffusionsoffenen Dämmstoffen wie Holzfaserplatten, Hanf odr Zellulose gedämmt werden.

lagerholz

Der Abstand der Lagerhölzer richtet sich nach der Dicke der Dielen. Bei ca. 20 mm Dicke sollte der Abstand der Hölzer nicht mehr als 40 bis 50 cm betragen, damit sich der Boden später nicht durchbiegt.

Sobald die Unterkonstruktion exakt im Raum ausgerichtet ist, folgt das Verlegen der Holzdielen. Hierfür gibt es passende Dielenschrauben mit Senkkopf und Fräsrippen. Der Kopf der Schraube versenkt sich bündig im Boden so das keine Schraubenköpfe am Ende raus stehen an denen man mit Socken, Füßen oder dem Staubsauger hängen bleibt. Trotzdem sollte auch hier vorgebohrt werden so das die Diele nicht reißt.

diele vorbohren
holzschraube

Fazit: Ein Holzdielenboden altert in Würde und hält bei guter Pflege sehr lange. Aber so unkompliziert das Nut-und-Feder-System beim eigentlichen Zusammenstecken auch ist, so individuell sind die Herausforderungen je nach Bauprojekt. Neubauten erfordern Wissen bei der Estrichfeuchte und Präzision beim Verkleben, während Altbauten oft kreative Lösungen für unebene Untergründe brauchen.

Tipp: Handwerkliches Geschick und Gegebenheiten vor Ort realistisch einschätzen. Im Zweifel spart die Beratung durch einen Profi langfristig Zeit, Nerven und Geld.

Ein neues Kapitel beginnt

Warum unser neues Logo viel mehr ist als nur ein neues Design

In den letzten Beiträgen haben wir dir erzählt, wie BefestigungsFuchs entstanden ist.

Von einer kleinen Zimmerei, die 1857 gegründet wurde. Von einem Zimmerermeister, der sich fragte, warum man Schrauben eigentlich nicht auch online kaufen können sollte. Von einer Garage, in der abends Schrauben abgezählt, gewogen und verpackt wurden. Und von den ersten Paketen, die am nächsten Tag im Rucksack zur Post gebracht wurden.

Uns ist über die Jahre etwas aufgefallen.

Im Alltag schaut man als Unternehmer fast immer nach vorne. Man beschäftigt sich mit neuen Produkten, Lieferungen, Bestellungen und den Aufgaben des Tages. Wie der Weg dorthin eigentlich ausgesehen hat, gerät dabei manchmal in den Hintergrund.

Dabei lohnt es sich, genau das ab und zu einmal zu tun: stehen zu bleiben und zurückzuschauen.

Natürlich gab es in den vergangenen Jahren auch Zeiten, die uns gefordert haben. Der Markt hat sich verändert. Der Wettbewerb ist größer geworden und manches, was früher selbstverständlich war, funktioniert heute nicht mehr so einfach.

Auch wir mussten Entscheidungen treffen, die wir uns anders gewünscht hätten. Rückblickend glauben wir aber, dass genau diese Zeit etwas Gutes hatte. Sie hat uns gezwungen, uns noch einmal ganz ehrlich zu fragen:

Wer möchten wir eigentlich sein?

Nicht nur heute. Sondern auch in zehn oder zwanzig Jahren.

Besonders deutlich wurde uns das beim Fuchs.

Als wir 2007 aus DerBilligste.de den BefestigungsFuchs machten, stand der Name schnell fest.

Er passte einfach zu uns. Natürlich wegen des Nachnamens unseres Gründers André Fuchs, aber auch, weil wir mit einem Fuchs Eigenschaften verbinden, die unser Unternehmen bis heute prägen: Erfahrung, clevere Lösungen und den Blick für das Wesentliche.

Uns war damals sofort klar, dass der Fuchs auch Teil unserer Marke werden sollte. Also suchten wir nach einer passenden Illustration und entschieden uns für ein bestehendes Motiv, das uns gefiel.

Ganz ehrlich?

Damals musste vieles pragmatisch sein. Das war eine gute Lösung, die uns viele Jahre begleitet hat.

Mit der Zeit hatten wir aber immer häufiger das Gefühl, dass unsere Marke inzwischen weiter war als unser Erscheinungsbild.

Also haben wir uns eine ganz einfache Frage gestellt. Wenn wir BefestigungsFuchs heute neu gründen würden, wie würde unsere Marke aussehen?

Uns war schnell klar, dass wir keinen Fuchs wollten, der einfach nur freundlich aussieht. Und wir wollten auch kein Logo, das nur moderner wirkt. Je länger wir darüber nachgedacht haben, desto einfacher wurde die Antwort.

Seit Generationen begleiten uns eigentlich immer dieselben zwei Dinge.

Der Name Fuchs. Und die Welt der Befestigungstechnik.

Warum also nicht genau diese beiden Elemente miteinander verbinden?

Nach vielen Skizzen, Ideen und Gesprächen entstand schließlich das Logo, das du heute kennst. Ein stilisierter Fuchsschwanz. In seiner Mitte eine Schraube. Ein schlichtes Zeichen, das genau das verbindet, was BefestigungsFuchs seit Generationen ausmacht.

Fuchs

Im Zuge dieser Entwicklung ist übrigens noch etwas Neues entstanden. Vielleicht ist er dir auf unserer Website oder in den sozialen Medien schon begegnet. Zum ersten Mal haben wir auch einen eigenen BefestigungsFuchs entwickelt. Nicht als Logo. Sondern als kleinen Begleiter unserer Marke. 

Als Georg Oelfke 1857 seine Zimmerei gründete, konnte niemand ahnen, wohin diese Geschichte einmal führen würde. Heute, fast 170 Jahre später, wird sie in der nächsten Generation weitergeschrieben.

Nicht alles ist gleich geblieben. Das wäre nach so vielen Jahren auch ungewöhnlich. Aber eines möchten wir bewahren: den Anspruch, Dinge mit Sorgfalt zu machen, Verantwortung zu übernehmen und Menschen mit Produkten zu unterstützen, auf die sie sich verlassen können.

Genau darin sehen wir unsere Aufgabe, heute und in Zukunft.

Wenn wir heute auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblicken, erfüllt uns vor allem eines mit Dankbarkeit. Danke, dass du Teil dieser Geschichte bist. Sie wird jeden Tag weitergeschrieben. Mit jedem Paket, das unser Lager verlässt. Mit jedem Projekt, das gelingt.

Und vielleicht schon morgen mit deinem 🙂

Fensterrahmen einbauen: Darauf kommt es an

Im Blogbeitrag „Sturzlösung im Mauerwerk“ haben wir gezeigt wie man eine Öffnung für den späteren Einbau von z.B. Fenstern abstützt. In diesem Beitrag geht es nun um den Einbau einer Nebeneingangstür in einer Altbaugarage.

Wichtig zu wissen: Der fachgerechte Einbau von Fenstern ist entscheidend für die Energieeffizienz, Sicherheit und Langlebigkeit eines Gebäudes. Neben dem Fenster selbst spielen die richtigen Befestigungsmaterialien (Fensterrahmenschrauben) eine zentrale Rolle. Fenster sind täglich unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Winddruck, Temperaturschwankungen und regelmäßige Nutzung wirken dauerhaft auf den Rahmen und Befestigungspunkte ein. Eine fachgerechte Montage durch erfahrene Handwerker ist deshalb unbedingt erforderlich.

In diesem Beitrag geht es aber um eine Nebeneingangstür in einer Altbaugarage und die Energieeffizienz spielen hier eine untergeordnete Rolle.

tuer oeffnung
abbruch
keil

Nachdem der Wanddurchbruch gemacht und mit einem Mauersturz abgesichert wurde, sollte die Fensteröffnung gründlich gereinigt und von Staub, Schmutz sowie loser Mauerreste befreit werden. Anschließend wird der Fensterrahmen in die Öffnung gesetzt und mit mithilfe von Montageklötzen oder wie in unserem Fall mit passenden Holzresten auf die richtige Höhe und Position ausgerichtet. Eine genaue Ausrichtung ist wichtig damit das Fenster oder Nebeneingangstür später einwandfrei funktioniert.

bohrer
schrauben

Für die Befestigung verwenden wir Fensterrahmendübel. Diese werden durch den Fensterrahmen und anschließend im dahinterliegenden Mauerwerk verankert. Der Rahmen besteht aus Kunststoff mit einem Aluminiumkern. Beim Anziehen der Schraube spreizt sich der Dübel im Mauerwerk und sorgt so für einen sicheren und dauerhaften Halt.

Wir bohren zunächst mit einem 4-mm-Bohrer vor. Anschließend erweitern wir die Bohrung mit einem 10-mm-Bohrer damit sich das Material sauber abträgt und der Dübel später problemlos durch den Rahmen geführt werden kann.

vorbohren
4 mm - Bohrung
zehner
10 mm - Bohrung
steinbohrer
10 mm Bohrung mit Mauerwerk

Jetzt werden die Fensterrahmendübel in die vorbereiteten Bohrungen eingesetzt und vorsichtig mit einem Hammer eingeklopft. Anschließend werden die Schrauben mit einem Schraubendreher oder Akkuschrauber angezogen. Dabei spreizt sich der Dübel im Mauerwerk und verankert sich fest im Untergrund. So entsteht eine stabile Befestigung. Das machen wir an insgesamt vier Befestigungspunkten am Rahmen.

schraube
hammer
einschrauben
bauschaum

Der Fensterrahmen ist nun fest mit dem Mauerwerk verbunden. Anschließend wird der Spalt zwischen Rahmen und Mauerwerk mit Bauschaum gefüllt. Der sorgt nochmal für Dämmung und dichtet die Fuge ab. Nachdem der Schaum ausgehärtet ist kann die Öffnung verputzt werden und zum Schluss werden passende Verkleidungen angebracht so das es sauber und optisch ansprechend aussieht.

Schaut auch bei unserem Blogbeitrag „Wie baut man ein Dachfenster ein“ vorbei.

Sturzlösungen im Mauerwerk

Ob Fenster, Türen oder andere Wandöffnungen überall dort, wo Mauerwerk über einer Öffnung sicher getragen werden muss, kommt ein Ziegelsturz beziehungsweise Maurersturz zum Einsatz. Der Sturz übernimmt eine tragende Funktion und leitet die Last des darüberliegenden Mauerwerks seitlich in die Wand ab. Ohne einen geeigneten Sturz würde das Mauerwerk über einer Öffnung einstürzen oder Risse bilden.

Es gibt zahlreiche Sturzarten, die nach Material, Konstruktion und Einsatzbereich unterschiedlich sind. Den Ziegelsturz schauen wir uns mal genauer an:

sturz

Woraus besteht ein Ziegelsturz?

Ein Ziegelsturz besteht aus einer tragenden Struktur aus Mauerwerk, die aus Ziegeln oder Blöcken bestehen kann und einem Kern aus Stahlbeton sowie einem Stahlkern.

  • Die äußere Ummantelung besteht aus Ton oder Ziegel, die für den Putzuntergrund sorgt
  • Der Hohlraum im Inneren ist mit Stahlbeton ausgegossen, der die Druckkräfte aufnimmt
  • Im Inneren befindet sich ein Stahlkern, der dem Bauteil die Zugfestigkeit verleiht

Welche Aufgabe hat ein Maurersturz?

Jede Öffnung in einer tragenden oder nicht tragenden Wand unterbricht den Kraftfluss des Mauerwerks. Die Lasten aus den darüberliegenden Wandbereichen, Decken oder Dachkonstruktionen müssen daher sicher um die Öffnung herumgeleitet werden.

Diese Aufgabe übernimmt der Maurersturz:

  • Aufnahme der Lasten oberhalb der Öffnung
  • Ableitung der Kräfte in die seitlichen Wandbereiche
  • Vermeidung von Setzungen und Rissbildungen
  • Sicherstellung der Tragfähigkeit des Mauerwerks

Wie wird ein Ziegelsturz eingebaut?

Vorab: Der Einbau eines Maurersturzes sollte sorgfältig und nach den Vorgaben des Herstellers erfolgen. Nur so ist die erforderliche Tragfähigkeit gewährleistet.

Mauer
messen 1

In diese Wand soll anstelle des Fensters (welches einen alten Bogensturz hat) eine Nebeneingangstür eingebaut werden. Dazu ist es notwendig einige Vorkehrungen zu treffen: Die Öffnung muss exakt vorbereitet werden, die Breite und Höhe müssen genau eingehalten werden, die Auflagefläche es Sturzes muss sauber sein und die Tragfähigkeit des Untergrunds muss geprüft werden.

Jeder Sturz benötigt eine ausreichende Auflagefläche auf beiden Seiten der Öffnung. Die genauen Vorgaben richten sich nach Herstellerangaben, Statik, Wandstärke und die Belastungssituation

meissel
steine
sturz einsetzten

Mit Hammer und Meißel haben wir die Steine entfernt und die Öffnungen geschaffen auf die der Sturz später aufliegt wird. Den Sturz haben mir einmal probehalber eingesetzt um zu schauen, ob alles passt und er gut aufliegt. Anschließend haben wir Mauermörtel angerührt und den Sturz damit befestigt.

zement
zementieren
zementbett

Einen Sturz einzubauen erfordert schon ein gewisses handwerkliches Geschick sowie absolut sicheres wissen über das Gebäude und Wandbeschaffenheit. Die Wahl des passenden Sturzes hängt von Faktoren wie Wandaufbau, Tragfähigkeit. Wärmeschutzanforderungen und Bauvorhaben ab. Eine fachgerechte Planung und Ausführung gewährleistet langfristige Stabilität, Sicherheit und eine optimale Integration in das Mauerwerk. 

Es ist immer sinnvoll gerade bei Unsicherheiten einen Statiker hinzuzuziehen! 

Schaut gern auch bei unserem Blogbeitrag „Terrassenüberdachung aus Holz selber bauen“ vorbei.

Schrauben mit Schrauben lösen? Dieser Trick funktioniert

Schrauben gehören für uns zum Alltag und genau deshalb lassen uns virale „Schrauben – Hacks“ aus dem Internet nicht kalt. Immer wieder tauchen Videos auf, die angeblich Lösungen für typische Probleme zeigen. In diesem Fall: Kann man mit einer Bohrschraube eine andere Schraube (Kreuzschlitz) ein oder herausdrehen?

Klingt praktisch. Vor allem dann, wenn gerade kein passendes Bit zur Hand ist. Also los: Wir testen Tipps aus dem Internet damit ihr es nicht mehr machen müsst.

bit

In diesem Hack geht es darum wie man eine Schraube (Kreuzschlitz) aus Holz herausbekommt, wenn das passende Bit nicht da ist oder rund gedreht ist. Das passiert in der Praxis erstaunlich oft, vor allem dann, wenn ein Phillips mit einem Prozidriv Kreutzschlitzantrieb verwechselt wird. Beide Typen sehen sich sehr ähnlich, es gibt aber entscheide Unterschiede. Ihr könnt im Blogbeitrag  „Kein passender Bit zur Hand? So löst ihr Schrauben trotzdem“  unter anderem nochmal alles über Bitaufsätze und die Unterschiede zwischen Phillips und Prozidriv nachlesen. Nun aber zu unserem Hack Test:

So funktioniert der Trick

Wir versuchen also nun mit einer Schraube eine andere Schraube ins Holz zu drehen bzw. herauszudrehen.

Mit einem normalen Holz- oder Universalschraube klappt das nicht, die Schraubenspitze dreht sich einfach nur hin und her im Kreuzschlitz der zu lösenden Schraube und findet keinen halt.

bohrspitzen neu

Deshalb benutzen wir eine Bohrschraube. Diese besitzt an ihrer Spitze eine kleine Bohrspitze daher auch der Name. Diese Spitze bohrt, sich selbstständig ins Material und diesen Effekt machen wir uns bei unserer Kreuzschlitzschraube zu Nutze.

sechskantschraube
akkuschrauber

Setzen wir nun also die Bohrspitze in unsere Kreuzschlitzschraube haben wir direkt halt ähnlich wie ein Bit und die Schraube lässt sich tatsächlich mehrmals ein bzw. ausdrehen.

bohrschraube
holzschraube

Fazit: Der Hack funktioniert erstaunlich gut, auch wenn es etwas merkwürdig ist mit einer Schraube eine andere Schraube ein bzw. auszudrehen. Hat man aber keinen passenden Bit zur Hand, lohnt sich dieser Versuch auf jeden Fall. Allerdings nutzt sich die Spitze der Bohrschraube wesentlich schneller ab als ein Bitaufsatz und ist deshalb nur für den Notfall geeignet. Mehrmals hindernder funktioniert der Hack nicht ohne ständig die Bohrschraube wechseln zu müssen.

Altbau – Guide: Welche Befestigungen halten in alten Wänden

Altbauwände sind eine eigenwillige Angelegenheit: bröseliger Putz, unbekannte Materialien, Unebenheiten, Hohlräume oder Mischputz. Im Gegensatz zu modernen Neubauten bestehen Altbauwände meist nicht aus einheitlichen Material was die Sache mit dem Bohren immer ein wenig heikel macht.

Aber welche Befestigungen halten wirklich in einer Altbauwand? Das kommt auf die Beschaffenheit der Wand an:

broeseliger putz

Bröseliger Putz

unebenheiten

Unebenheiten

mischputz

Mischputz

Wandtyp erkennen  (So gut es eben geht)

Bevor du dein Bild oder Regal an der Wand befestigst solltest du zumindest grob wissen, womit du es zu tun hast. Mach erstmal den Klangtest. Klopf also mit der Hand gegen die Wand. Klingt es eher dumpf? Verbirgt, sich wahrscheinlich schon mal eine massive Steinwand dahinter. Klingt es eher Hohl? Vermutlich ein Hohlraum.

Es hilft natürlich auch eine Testbohrung vorzunehmen. Der Bohrstaub und der Widerstand beim Bohren verraten schon eine Menge über die Beschaffenheit der Wände. Ist der Baustaub Rot (Ziegel) oder dunkel Grau? (Beton) Sehr gut, denn hier halten Universaldübel auf jeden Fall. Ist der Baustaub hellgrau und porös ist es wahrscheinlich die Fuge oder alter Putz und hier wird die Sache schon etwas schwieriger…
Wichtig: Vor dem Bohren immer sicherstellen, dass keine Strom- oder Wasserleitungen an der Stelle verlaufen.

bohrstaub

Die richtige Dübelwahl

Die Wahl des Dübels entscheidet darüber, ob deine Befestigung hält oder nicht:

Universaldübel – für Stein und Betonwände

Universaldübel sind die Lösung für viele Anwendungen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Längen und funktionieren in verschiedenen Baustoffen wie Mauerwerk, Beton und Mischuntergründen zuverlässig.

Vorteil: Flexibel, einfache Anwendung, ideal für leichte Montagen (Bilder, Lampen)
Nachteil: Nicht optimal bei stark bröseligen Wänden, begrenzte Tragkraft

Hohlraumdübel – für Höhlräume und Rigipswände

Spreizen sich beim Eindrehen hinter der Wand auf und sorgen so für sicheren halt. Siehe auch unseren Blogbeitrag: „Hohlraumdübel – Wofür und Wann?“

Vorteil: Hohe Stabilität, gute Lastenverteilung
Nachteil: funktioniert nur bei Hohlräumen, nach dem Setzen schwer zu entfernen

Chemische Befestigung – für poröse Wände

 Chemische Dübel werden in das Bohrloch eingespritzt und härten dort aus. Je nach System wird anschließend direkt die Schraube eingedreht oder ein Dübel eingesetzt.

Vorteil: Sehr hohe Tragkraft, stabilisiert das Bohrloch, für schwierige Untergründe
Nachteil: Aufwendige Anwendung, höhere kosten, Aushärtung beachten

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Universaldübel

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Hohlraumdübel

chemischer duebel

Chemische Dübel

Gerade bei alten, bröseligen Wänden passiert es schnell, dass das Bohrloch ausfranst oder zu groß gerät. Der Dübel greift dann nicht richtig. Wenn das passiert schau die unbedingt unseren Beitrag „Bohrloch zu groß“ an. Dort zeigen wir konkrete Lösungen.

Fazit: Altbauwände sind unberechenbar aber nicht unlösbar. Mit etwas Vorbereitung und dem richtigen Gefühl beim Bohren bekommt man auch das in den Griff.