Im Blogbeitrag „Ungebetene Tiere im Dach – Was nun?“ Haben wir euch bereits „vorgestellt“, welche Tiere am häufigsten vorkommen und in welcher Gefahrenstufe sie sich befinden, was die Schäden am Haus und Dach angeht. Jetzt wollen wir nochmal konkret auf den Waschbären eingehen.
Nächtliches Poltern, Kratzgeräusche und zerfetzte Dämmung sind schon ein gutes Zeichen für den Waschbären. Doch, was tun, wenn der ungebete Gast bereits eingezogen ist?

Pfotenabdruck vom Waschbären

Zerkratze Dämmung
Wie kommt der Waschbär überhaupt aufs Dach?
Waschbären sind ausgezeichnete Kletterer. Dachböden, Garagen und Gartenhäuser können als Schlaf- und/oder Wurfplatz dienen.
Der Weg aufs Dach führt über: Überhängende Äste und Bäume, Regenrinnen und Fallrohre, beschädigte oder verschobene Dachziegel, Öffnungen an Dach, Gaube oder Kamin
Waschbären sind sehr anpassungsfähig, nachtaktiv und Allesfresser.

Regenrohr

Überhängende Äste

Öffnungen am Dach
Ein Dachboden bietet dem Tier gleich mehrere Vorteile: Er ist trocken, geschützt und relativ ruhig. Besonders attraktiv können Dachböden während der Jungenaufzucht sein. Hinzu kommt das große Nahrungsangebot in menschlicher Nähe. Ungesicherte Mülltonnen, Essensreste, Tierfutter, Kompost oder Fallobst können Waschbären anlocken.

Fallobst (Pflaume)

Fallobst (Apfel)
Wie wird man den Waschbären wieder los?
Das Wichtigste: Privatpersonen dürfen Waschbären nicht selbst fangen oder jagen. Dies ist ausschließlich ausgebildeten Jägern beziehungsweise Jagdausübungsberechtigten vorbehalten.
Der Waschbär unterliegt dem Jagdrecht und darf nicht gefangen und an einem anderen Ort ausgesetzt werden. Er darf nicht in die Enge getrieben werden. Wird er bedrängt, kann er sich mit Zähnen und Krallen verteidigen.
Maßnahmen, die man eigenständig ergreifen kann:
Feststellen, an welcher Stelle der Waschbär ins Haus bzw. auf das Dach gelangt. Hier kann eine Überwachungskamera sehr hilfreich sein, weil die Tiere nachtaktiv sind.
Die Aufstiegsmöglichkeiten beseitigen, dazu zählt: Äste, die ans Dach reichen, zurückschneiden, Fallrohre sichern. (Glatte Blechmanschetten können verhindern, dass der Waschbär am Rohr nach oben klettert.)
Dachöffnungen, beschädigte Stellen und andere Einstiegsmöglichkeiten verschließen. WICHTIG: Erst wenn sich der Waschbär nicht im Haus/Dach befindet
Mülltonnen sichern, Tierfutter nicht draußen stehen lassen.
Jegliche Möglichkeiten in das Haus oder Dach zu kommen verschließen. Sollten die Arbeiten aufwendiger sein – erstmal mit Draht die Öffnungen zu tackern.

Waschbär auf Überwachungskamera

Waschbär auf Überwachungskamera
Fazit: Waschbären können auf dem Dachboden oder im Haus erhebliche Schäden verursachen und deshalb sollte schnell gehandelt werden. Wichtig: Die Tiere und sich selbst nicht gefährden. Findet man das Einstiegsloch nicht und kann es nicht verschließen sollten schnelle Fachleute hinzugezogen werden.






Vielen Dank für den wichtigen und berechtigten Hinweis! Sie haben vollkommen recht, da lag tatsächlich ein Denkfehler bzw. eine ungenaue…
Meiner Meinung ist ganz unten etwas falsch bzw ungenau. Man kann eine Holzplatte NICHT mit einer quer zur Faserrichtung FEST…
die Bewertung mit einem Stern war unbeabsichtigt, sorry.