Ob Fenster, Türen oder andere Wandöffnungen überall dort, wo Mauerwerk über einer Öffnung sicher getragen werden muss, kommt ein Ziegelsturz beziehungsweise Maurersturz zum Einsatz. Der Sturz übernimmt eine tragende Funktion und leitet die Last des darüberliegenden Mauerwerks seitlich in die Wand ab. Ohne einen geeigneten Sturz würde das Mauerwerk über einer Öffnung einstürzen oder Risse bilden.
Es gibt zahlreiche Sturzarten, die nach Material, Konstruktion und Einsatzbereich unterschiedlich sind. Den Ziegelsturz schauen wir uns mal genauer an:
Woraus besteht ein Ziegelsturz?
Ein Ziegelsturz besteht aus einer tragenden Struktur aus Mauerwerk, die aus Ziegeln oder Blöcken bestehen kann und einem Kern aus Stahlbeton sowie einem Stahlkern.
- Die äußere Ummantelung besteht aus Ton oder Ziegel, die für den Putzuntergrund sorgt
- Der Hohlraum im Inneren ist mit Stahlbeton ausgegossen, der die Druckkräfte aufnimmt
- Im Inneren befindet sich ein Stahlkern, der dem Bauteil die Zugfestigkeit verleiht
Welche Aufgabe hat ein Maurersturz?
Jede Öffnung in einer tragenden oder nicht tragenden Wand unterbricht den Kraftfluss des Mauerwerks. Die Lasten aus den darüberliegenden Wandbereichen, Decken oder Dachkonstruktionen müssen daher sicher um die Öffnung herumgeleitet werden.
Diese Aufgabe übernimmt der Maurersturz:
- Aufnahme der Lasten oberhalb der Öffnung
- Ableitung der Kräfte in die seitlichen Wandbereiche
- Vermeidung von Setzungen und Rissbildungen
- Sicherstellung der Tragfähigkeit des Mauerwerks
Wie wird ein Ziegelsturz eingebaut?
Vorab: Der Einbau eines Maurersturzes sollte sorgfältig und nach den Vorgaben des Herstellers erfolgen. Nur so ist die erforderliche Tragfähigkeit gewährleistet.
In diese Wand soll anstelle des Fensters (welches einen alten Bogensturz hat) eine Nebeneingangstür eingebaut werden. Dazu ist es notwendig einige Vorkehrungen zu treffen: Die Öffnung muss exakt vorbereitet werden, die Breite und Höhe müssen genau eingehalten werden, die Auflagefläche es Sturzes muss sauber sein und die Tragfähigkeit des Untergrunds muss geprüft werden.
Jeder Sturz benötigt eine ausreichende Auflagefläche auf beiden Seiten der Öffnung. Die genauen Vorgaben richten sich nach Herstellerangaben, Statik, Wandstärke und die Belastungssituation
Einen Sturz einzubauen erfordert schon ein gewisses handwerkliches Geschick sowie absolut sicheres wissen über das Gebäude und Wandbeschaffenheit. Die Wahl des passenden Sturzes hängt von Faktoren wie Wandaufbau, Tragfähigkeit. Wärmeschutzanforderungen und Bauvorhaben ab. Eine fachgerechte Planung und Ausführung gewährleistet langfristige Stabilität, Sicherheit und eine optimale Integration in das Mauerwerk.
Es ist immer sinnvoll gerade bei Unsicherheiten einen Statiker hinzuzuziehen!
Schaut gern auch bei unserem Blogbeitrag „Terrassenüberdachung aus Holz selber bauen“ vorbei.














Sehr interessante Geschichte! Wie es manchmal im Leben so spielt!
Den A - B - C - trick, mit dem man den genauen Mittelpunkt eines Kreises ermitteln kann, besonders bei…
Eine Vertäfelung sollte eine Wand verzieren. Der Beton war leider so hart, dass der beste Bohrer versagte, oder einfach sehr…