verschiedene PfostenträgertypenPfostenträger gibt es wie Sand am Meer. Für viele unterschiedliche Anwendungsbereiche gibt es viele unterschiedliche Pfostenträgertypen. Da verliert man schon mal schnell den Überblick und fühlt sich leicht ratlos wenn man nun einen solchen für das neu geplante  Bauvorhaben benötigt.

Welcher Träger ist denn nun der richtige für mein Projekt? Welche Vorteile gibt es und welche Möglichkeiten habe ich überhaupt?

All das sind Fragen die vor der Befestigung geklärt werden müssen und wer könnte euch da besser helfen als wir?

Achja, wusstet ihr eigentlich schon, das so ein Pfostenträger auch Pfostenanker oder Pfostenschuh genannt wird? Synonyme für verschiedene Werkzeuge oder handwerkliche Begriffe findet ihr übrigens auch in unserem Handwerkerlexikon “Ein anderes Wort für”.


Inhaltsverzeichnis


Warum einen Pfostenträger verwenden?

Zuerst einmal zum Wesentlichen: Was bringt mir so ein Pfostenanker denn überhaupt und warum sollte ich einen verwenden?

Die Hauptaufgabe des Pfostenträgers ist es natürlich den Holzpfosten fest im Boden zu verankern. Er sorgt also für Stabilität und das möglichst auch bei starken Belastungen.

Holz hat ausserdem die Eigenschaft Feuchtigkeit aufzusaugen und dadurch aufzuquellen oder zu gammeln. Natürlich gibt es entsprechende Lacke bzw. Imprägnierungen, doch gerade die Stirnseite eines Pfostens ist Nässe eher schutzlos ausgeliefert.

Um die Feuchtigkeiten bodenseitig fern zu halten, wird somit ein Pfostenträger verwendet. Er umfasst die Stirnseite des Pfostens und verhindert so, dass stehendes Wasser oder Bodenfeuchtigkeit in das Holz eindringen können.

Ihr seht, Pfosten zu befestigen ist nur zu einer der vielen Aufgaben eines Pfostenankers.

Welche Montagemöglichkeiten gibt es?

Von außen umfassend

Skizze eines von aussen umfassenden PfostenträgersHierbei handelt es sich um die am häufigsten gewählte Montageart im Bereich der Pfostenträger. Darunter fallen auch die wohl bekanntesten Typen wie der U- und H-Pfostenträger.

Dieser Art der Montage ist die schnellste und vor allem auch einfachste Möglichkeit einen Pfostanker anzubringen. Zwei Laschen umfassen den Pfosten von außen und werden einfach mit dazugehörigen Schrauben festgeschraubt.

Vorteile:

  • Für besonders schwere Pfosten, zum Beispiel beim Carportbau, geeignet
  • Leichte und schnelle Montage

Nachteile:

  • Sichtbare Montage und somit nicht jedermanns Geschmack

Typen

 H-Pfostenträger  HP-Pfostenträger  HV-Pfostenträger
H-Pfostenträger aus Stahl HV-Pfostenträger
 L-Pfostenträger  U-Pfostenträger  V-Pfostenträger

 


Gebohrt

Skizze eines gebohrten PfostenträgersDiese Montageart gehört zu den so genannten unsichtbaren Befestigungen und ist eine besonders beliebte Verbindungsart wenn man vom Pfostenträger möglichst wenig sehen soll.

Der Pfosten wird hierbei mittig angebohrt und das lange stabförmige Ende des Pfostenträgers entsprechend mit Leim versehen. Danach wird der Anker im Holz eingedreht und schon ist die Verbindung fertig.

Bei dieser Verbindung wird  also Leim anstelle von Schrauben verwendet.

Vorteile

  • Unsichtbare Verbindung zwischen Träger und Pfosten

Nachteile:

  • geringe Aufnahme von Windsoglasten
  • sehr präzises Arbeiten von Nöten

Typen:

Leimpfostenträger M42-Pfostenträger P-Pfostenträger

Geschlitzt

Skizze eines geschlitzten PfostenträgersDiese Art der Befestigung ist kaum sichtbar und wird daher gern für schwere Zimmermannskonstruktionen verwendet.

Der Holzpfosten wird geschlitzt und der Pfostenträger in den Pfosten eingelassen. Befestigt wird das ganze mit Stabdübeln oder Pfostenträgerschrauben. Ähnlich wie einer gebohrten Verbindung kann dieser Pfostenträger auch ein wenig kleiner als der Balken ausgesucht werden. Somit würde vom Pfostenträger an sich nichts nach aussen hin zu sehen sein, bis auf die Einmündung der Stabdübel.

Das Anschlitzen des Pfostens ist jedoch nicht ganz einfach und somit nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Mit einer Handkreissäge wird die Aussparung vorgesägt und anschließend mit dem Stechbeitel nachgearbeitet.

Vorteile

  • kaum sichtbare Verbindung

Nachteile

  • Mehr Erfahrung zur Montage benötigt
  • Sehr genaues und präzises arbeiten notwendig
T-Pfostenträger TS-Pfostenträger

Verschraubt

Skizze eines verschraubten PfostenträgersDer Pfostenträger wird durch eine Platte in das Hirnholz des Pfostens verschraubt.

Rein statisch gesehen ist diese Verbindung nicht gerade das Nonplusultra.

Sogkräfte können nicht übertragen werden und gerade für schwere Konstruktionen ist dieser Ankertyp nicht geeignet.

Dieser Typ kann jedoch ruhig für geschlossende Konstruktionen verwendet werden, sprich überall dort wo keine Windsogräfte enstehen.

Vorteile

  • Die Befestigung erfolgt einfach und schnell mit Schrauben

Nachteile

  • Sogkräfte werden nicht übetragen
  • Nicht für schwere Konstruktionen geeignet
VH-Pfostenträger

Weitere Möglichkeiten und Eigenschaften

Jeden dieser Pfostenankertypen gibt es nun auch noch in unterschiedlichen Ausführungen. Zuerst einmal muss man sich entscheiden wie der Träger denn nun im Boden verankert werden soll. Hierbei kann man wählen zwischen:

 Skizze eines einbetonierten Pfostenträgers  Skizze eines aufgedübelten Pfostenträgers
Einbetonierbar – Der Pfostenträger wird fest mit Beton im Boden verankert Aufdübelbar – Der Anker wird mit Schrauben auf dem Untergrund aufgedübelt und verschraubt

 

Hat man sich nun entschieden wie der Pfostenanker im Boden zu halten hat, kann man sich noch aussuchen oder dieser

  • höhen- und seitenverstellbare Pfostenträger

    links: höhenverstellbarer Pfostenträger
    rechts: seitenverstellbarer Pfostenträger

    höhenverstellbar oder

  • seitenverstellbar

sein soll.

Manchmal kommt es nämlich vor das man ein Zwischenmaß beim Holzpfosten erwischt hat und somit ein herkömmlicher Träger nicht passt. Durch einen seitenverstellbaren Pfostenträger kann man solche kleinen Fehler wieder ausgleichen.

Bei Bodenunebenheiten dagegen, greift man eben zum höhenverstellbaren Pfostenschuh und gleicht diese damit einfach und schnell aus.

Somit ist man für alle auftretenden Eventualitäten gerüstet.


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