Wenn man sich mit Schrauben beschäftigt, begegnen einem immer wieder Begriffe wie galvanisch verzinkt, feuerverzinkt, zinklamellenbeschichtet oder Ruspert. Diese Begriffe beschreiben verschiedene Korrosionsschutzverfahren die Metalle vor Rost schützen sollen. In diesem Blogbeitrag wollen wir die Unterschiede und Einsatzbereiche der Verfahren klären.
Galvanisch verzinkt
Bei diesem Verfahren wird Stahl in einem elektrochemischen Prozess mit einer dünnen Zinkschicht überzogen. Das geschieht in einem Elektrolysebad durch den Strom geleitet wird. Dabei lagert sich Zink auf der Schraube ab.
Anwendung: In Innenräumen, wo keine starke Feuchtigkeit oder aggressive Chemikalien vorhanden sind.
Beispiel: Montageschraube
Feuerverzinkt
Beim Feuerverzinken werden die Schrauben in geschmolzenes Zink bei ca. 450 Grad getaucht. Dabei entsteht eine dicke Zinkschicht mit hohem Korrosionsschutz.
Anwendung: Außenbereich Stahlbau, Terrassenbau, Infrastruktur
Beispiel: Sechskantschraube
Zinklamellen beschichtet
Diese Beschichtung besteht aus kleinen Zink und Aluminiumplättchen in einem Bindemittel, die aufgesprüht oder eingebrannt wird. Hoher Korrosionsschutz und dünne Schichtdicke.
Anwendung: Außenbereich, Fahrzeugbau, Maschinenbau
Beispiel: Sechskantschraube mit Flansch
Ruspert
Ist eine spezielle Multischichtbeschichtung bestehend aus einer Zinkgrundschicht, Zink-Alu Deckschicht und einer spezialisierten Oberflächenversiegelung.
Anwendung: Außenbereich, Salzwasser, hohe Luftfeuchtigkeit
Besipiel: Pfostenschrauben
Schaut auch gern bei unserem Blogbeitrag: „Was sind Flügelmuttern/Flügelschrauben und wo setze ich sie ein?“ vorbei.








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