Klimaanlage

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Die Zeiten, in denen Klimaanlagen als Luxus galten, sind lange vorbei. Die kalte Luft ist an heißen Sommertagen nicht nur sehr angenehm. Das Unfallrisiko erhöht sich bei in einem zu warmen Innenraum auch erheblich, denn man behält im wahrsten Sinne des Wortes einen kühlen Kopf.

Bei all den Vorteilen, gibt es auch Ärgernisse, die auftreten können. Die Lüftung kann zum Beispiel nach einiger Zeit unangenehm riechen.

Wir erklären, was es damit auf sich hat und was man dagegen tun kann und sollte.

Wie kommt es zu den Gerüchen?

Klimaanlagen kühlen nicht nur. Sie entziehen der Luft auch Feuchtigkeit. Diese verschwindet natürlich nicht einfach nur, sondern sammelt sich gelegentlich im Verdampfer der Klimaanlage. Das ist übrigens das Wasser, welches an warmen Tagen unter euren Autos tropft.

Bakterien in Flüssigkeit

© Giovanni Cancemi/Shutterstock.com – Bakterien in Flüssigkeit

Bakterien und Keime lieben feuchte Stellen. Deshalb können sich diese, vor allem wenn die Klimaanlage länger nicht benutzt wurde, dort ansammeln. Das führt dann zu einem muffigen Geruch der aus eurer Lüftung kommt. Im schlimmsten Fall schleudert ihr diese Bakterien auch durch euer Auto, was zu Erkältungen und Infekten führen kann.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die Kälte, die Klimaanlagen erzeugen, allein für Erkältungen und Infekte verantwortlich ist. Das ist so nicht ganz korrekt – es ist eher die Tatsache, dass die Klimaanlage der Luft Feuchtigkeit entzieht. Die Erkältung entsteht nämlich dadurch, dass die Schleimhäute in Hals-, Nasen und Rachenraum austrocknen und sich Bakterien dann leichter ansiedeln können. Wer also darauf achtet, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, kann dem entgegenwirken, ohne dass er die Klimaanlage ausschalten muss.

Am besten ist es aber natürlich, direkt etwas gegen die Gerüche und Bakterien zu tun, die sich in der Klimaanlage sammeln. Die folgende Frage drängt sich also förmlich auf.

Was kann man dagegen tun?

Klimaanlagen sind nicht wartungsfrei. Baubedingt kommt es nach einiger Zeit unweigerlich zum Verlust der Kühlflüssigkeit. Das führt dann dazu, dass die Kühlleistung nachlässt und der Kompressor länger laufen muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das wiederum verbraucht mehr Strom und der Spritverbrauch erhöht sich. Nach spätestens 3 Jahren solltet ihr deshalb einen Klimaservice aufsuchen, der das Kältemittel, Kompressor-Öl und den Innenraumfilter austauscht.

Schon gewusst?

tipp-iconWenn ihr in ein länger geparktes Auto steigt und dieses sich stark erhitzt hat, solltet ihr erst einmal nur die Fenster öffnen, damit die aufgestaute Hitze entweichen kann. Diese können die ersten paar Minuten auch geöffnet bleiben. Damit schont ihr die Klimaanlage und euren Geldbeutel.

Das Fahrzeuginnere kühlt sich bei Umluft schneller ab. Allzu lange solltet ihr aber nicht mit dieser Einstellung fahren, weil sich dabei der Sauerstoffgehalt in der Luft reduziert, wenn keine neue Frischluft von außen in das Fahrzeug dringt. Wenig Sauerstoff macht müde und müde sollte man am Steuer lieber nicht werden.

Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sollte nicht mehr als 6 Grad sein, da zu große Temperaturunterschiede den Kreislauf belasten und ihr sonst Gefahr lauft, beim Aussteigen Probleme zu bekommen.

Wenn ihr nun aber nicht gleich zur Werkstatt fahren wollt, wenn die Lüftung mieft, die Anlage ansonsten aber seinen Job tut, gibt es eine sehr günstige und einfache Alternative, die Gerüche und Bakterien selbst zu beseitigen. Die Rede ist von einem sogenannten Desinfektions-Spray, welches die Klimaanlage desinfiziert, ohne dass die Motorhaube auch nur einmal geöffnet werden muss.

Das Spray wird einfach in den Fußraum der Beifahrerseite gestellt und der Sprühkopf betätigt. Die Dose ist so konzipiert, dass sie sich nach der Betätigung von alleine leer sprüht. Dabei zieht die Klimaanlage das Spray ein, wodurch die Keime und Bakterien im Innern der Anlage beseitigt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen:

Schlechte Gerüche entstehen durch Keime und Bakterien innerhalb der Klimaanlage. Die Verwendung eines Desinfektions-Sprays schafft dort Abhilfe. Eine regelmäßige fachmännische Reinigung inkl. Wechsel von Kältemittel, Kompressor-Öl und den Innenraumfilter ersetzt sie aber nicht.


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