Scharnier

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Schranktüren bestehen oft aus Mitteldichtfaser- oder Spanplatten.

Die Scharniere werden meist mit vergleichsweise kleinen Schrauben verbunden. Schnell kann es da passieren, dass sich die Scharniere bei einem zu schnellen Öffnen oder aufgrund anderer Krafteinwirkungen ausbrechen.

Wenn das passiert, muss man nicht gleich einen neuen Schrank kaufen. Mit 5 einfachen Reparaturanleitungen bekommt ihr das Scharnier bzw. eure Schranktür wieder einsatzbereit.

Anleitung 1: Querholzdübel

Querholzdübel

Querholzdübel

Querholzdübel, auch Konusplättchen genannt, eignen sich sehr gut, um ein neu gebohrtes Loch zu füllen.

  • mit dem Forstnerbohrer ein Loch im Durchmesser des Querholzdübels bohren
  • daraufhin mit Holzleim den Dübel einkleben und aushärten lassen
  • Je nachdem, welches Material euer Querholzdübel hat, müsst ihr ggf. vorbohren bevor ihr das Scharnier mittels der Schrauben fixiert

Anleitung 2: Holzdübel

Holzdübel

Holzdübel

Wenn das ausgebrochene Loch nicht zu groß ist, eignen sich auch herkömmliche Holzdübel.

  • das Bohrloch mit einem Holzbohrer auf den Durchmesser des Holzdübels vergrößern
  • den Holzdübel mit Zugabe von Holzleim in das Bohrloch stecken
  • nach dem Aushärten des Leimes den überstehenden Teil des Holzdübels absägen
  • ggf. noch weitere Holzdübelreste plan hobeln oder abschleifen
  • Scharnier festschrauben

Anleitung 3: Sägespäne und Holzleim

Holzleim und Sägespäne

Holzleim und Sägespäne

Ein altbewährtes Mittel, um eine Bohrung wieder zu füllen, ist die Verwendung einer  Mischung aus Sägespäne und Holzleim. Übrigens bestehen Spanplatten aus genau dieser Mischung.

  • Sägespäne mit Holzleim anrühren und in die Bohrung geben. Wie lange der Holzleim benötigt um auszuhärten, könnt ihr für gewöhnlich der Anleitung des Holzleims entnehmen.
  • Nach dem Aushärten Schraube eindrehen

Anleitung 4: 2-Komponenten Klebstoffknetmasse

2 Komponenten-Klebmasse

2 Komponenten-Klebmasse

Es gibt auch schnell härtende Reparaturknete, eine Epoxidharz-Knetmassen die sich hervorragend zum Füllen und Abdichten von Bohrlöchern eignen.

So geht’s:

  • Die benötigte Menge Knetmasse abschneiden
  • durch durchkneten um die Komponenten zu vermischen
  • Die Knetmasse in das Bohrloch stopfen und übertretende Masse mit einem Spachtel abschaben.
  • Nach etwa 4 Minuten beginnt das Material auszuhärten – nach 10 Minuten ist es steinhart.
  • Mit einem geeigneten Bohrer vorbohren
  • Mit der Scharnierschraube festschrauben

Anleitung 5: Einschraubmuttern und metrische Schrauben

Einschraubmuttern mit Innengewinde

Einschraubmuttern mit Innengewinde

Richtig stabil wird es mit der Verwendung von Einschraubmuttern. Diese haben ein schneidendes Außengewinde und ein metrisches Innengewinde.

  • Das ausgerissene Bohrloch mit einem Holzbohrer auf die Kermaße der Einschraubmutter vergrößern
  • Die Einschraubmutter mit einem Schlitz-Schraubendreher einschrauben
  • Das Scharnier mit einer metrischen Schraube in das Innengewinde der Einschraubmutter drehen

Achtung: Das Bohrloch für die Einschraubmuttern muss sehr präzise senkrecht sein. Anders als beim Schrauben in Holz, ist ein justieren der Schraube wegen ihres metrischen Gewindes nämlich nicht möglich.


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