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Wer uns auf Facebook folgt, wird diese Meldung letzte Woche bereits gelesen haben: Stichflamme durch Zigarette: Tischler verletzt.

Immer häufiger sind solche Unfälle in Zeitungen zu lesen. Viele Menschen sich sich nicht über die Risiken bewusst, wenn sie mit Pu-Schaum arbeiten.

Aber woran liegt das? Mangelnde Aufklärung? Mangelndes Interesse?

In unserem heutigen Beitrag möchten wir euch über die richtige Handhabung von Bauschaum informieren, um solche Unfälle in Zukunft entsprechend zu vermeiden.

Bauschaum ist hochentzündlich

Auf jeder Pu-Schaumdose ist vermerkt, dass der Inhalt als hochentzündlich eingestuft ist. Das heißt, dass ein kleiner Funke genügt, um den Schaum zu entzünden. Leider lesen sich die wenigsten Menschen die Anwendungshinweise auf den Dosen wirklich durch und rauchen zum Beispiel beim Arbeiten mit Bauschaum. Das dies schnell in einer Tragödie enden kann, kann man in dem von uns genannten Zeitungsartikel sehen.

Beim Arbeiten mit dem praktischen Montageschaum sollten sämtliche Zündquellen fern gehalten werden. Es sollte also zum Beispiel dringend vermieden werden im Raum zu rauchen oder zu schweißen.

Wichtig ist auch: Nicht nur der direkte Kontakt mit dem Bauschaum entzündet diesen. Allein die giftigen Gase reichen aus, um eine Stichflamme zu erzeugen.

Pu-Schaum ist gesundheitsschädlich

Ende letzten Jahres traten strengere Regeln zum Verkauf von Pu-Schaum in Kraft. Dieser wurde als krebserzeugend eingestuft und seither ist es nur noch möglich Montageschaum einzukaufen, wenn man mindestens 18 Jahre alt ist.

Hat man die Dose aber erst einmal zu Hause, scheint schon vergessen zu sein, warum diese hinter Gittern aufbewahrt und nur von geschultem Verkaufspersonal ausgehändigt wurde. Gerade weil der Pu-Schaum als gesundheitsschädlich und krebserzeugend eingestuft ist, ist es besonders wichtig den nötigen Arbeitsschutz zu tragen.

Schützt eure Atemwege

Das die austretenden Dämpfe hochentzündlich sind, ist das eine, doch auch die Atemwege leiden stark darunter und werden gereizt. Es ist also wichtig bei der Verarbeitung einen entsprechenden Atemschutz zu tragen. Dieser schützt vor Verätzungen beim Einatmen der Ausdünstungen.

Aber auch das Lüften der Räume ist unerlässlich. Bei kleinen, geschlossenen Räumen kann es sonst passieren das einem von den Dämpfen schwindelig wird und man daraufhin in Ohnmacht fällt. Zudem kann es passieren, dass bei nicht genügender Lüftung explosionsartige Gemische entstehen.

Schützt eure Augen

Die austretenden Gase reizen jedoch nicht nur die Atemwege, sondern auch die Augen. Von daher ist es sinnvoll eine Schutzbrille zu tragen, um gereizte Augen zu vermeiden. Zudem kann es besonders bei der Verarbeitung über Kopf vorkommen, dass ein kleiner Tropfen Pu-Schaum in die Augen gerät. Ein sofortiger Arztbesuch ist hier unerlässlich. Sorgt also vor und schützt eure Augen entsprechend.

Schützt eure Haut

Echte Männer tragen keine Schutzhandschuhe“, werden sich die meisten Herren bei der Verarbeitung denken. Schließlich dauert es ja nicht lang und was soll schon groß passieren?

Doch es ist wichtig das auch die Haut nicht in Kontakt mit dem Bauschaum gerät. Dieser kann gelegentlich starke Reizungen hervorrufen. Sollte man allgemein zu einer empfindlichen Haut neigen oder Hautprobleme haben, sollte der Hautkontakt tunlichst vermieden werden.

Wie ihr seht, gibt es beim Umgang mit Pu-Schaum doch so einiges zu beachten. Aufklärung ist hier wichtig, denn viele Menschen wissen einfach nicht bescheid, welche Gefahren ihnen drohen. Doch wenn man einmal weiß, wie man sich richtig verhält, können Unfälle leicht vermieden werden.


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Erstellt am von Kathrin Schuller in Ratgeber 3 Kommentare

3 Antworten aus PU-Schaum: Richtig handhaben und Unfälle vermeiden

  1. Niko Bleise

    und welche Schutzhandschuhe sind bei der Verarbeitung von PU-Schaum geeignet?
    völlig unklar! Eigenschaften müssen nach EN 374-3 mit dem PU-Schaum getestet sein. Kein Lieferant konnte bis jetzt klare Aussage machen (Test in Arbeit).
    wer hat bereits eine Aussage?

     
  2. pfortner

    welcher atemschutz soll denn nun verwendet werden ?ist dieser krebserzeugende stoff gasförmig oder reicht ne leichte fpp1 maske ich finde hier keine richtigen infos…

     
    • Melanie Heuer

      Hallo pfortner,

      der Stoff ist ein Aerosol, d. h. ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Bei einer kurzen/geringen Belastung reicht ein Atemfiltergerät aus. Hingegen bei einer langen/intensiven Belastung muss ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät verwendet werden.

      Bei der Wahl der Sicherheitshandschuhe sollte eine Mindestmaterialstärke von 0,5 mm genommen werden. Sie sollten vor dem Gebrauch jedoch auf ihre Beständigkeit getestet werden. PVC und PE Handschuhe sind hierfür nicht geeignet.

      Gruß

      Melanie Heuer

       

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