{"id":17706,"date":"2016-05-26T10:27:52","date_gmt":"2016-05-26T08:27:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/?p=17706"},"modified":"2025-06-12T09:38:57","modified_gmt":"2025-06-12T07:38:57","slug":"tipps-fuer-das-bohren-in-metall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/tipps-fuer-das-bohren-in-metall\/","title":{"rendered":"Bohren in Metall &#8211; worauf ist zu achten?"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.24.0&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Heimwerker kennen das Bohren in Stein, z.B. weil mittels eines D\u00fcbels etwas befestigt werden soll. Auch das Bohren in Holz ist vielen vertraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch wie ist das mit dem Bohren in Metall? Was ist da anders und worauf sollte man achten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Auf-den-Bohrer-kommt-es-an'>Auf den Bohrer kommt es an<\/h3>\n<div id=\"attachment_17718\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/metallbohrer.jpg\" rel=\"lightbox[17706]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17718\" class=\"wp-image-17718 size-medium\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/metallbohrer-199x300.jpg\" alt=\"verschiedene Metallbohrer\" width=\"199\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/metallbohrer-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/metallbohrer.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17718\" class=\"wp-caption-text\">3 verschiedene Metallbohrer<\/p><\/div>\n<p class=\"wp-image-17718 size-medium\">Metallbohrer sind Spiralbohrer, teilweise auch als Wendelnutbohrer bezeichnet. Sie bestehen aus geh\u00e4rtetem Stahl, genauer aus Hochleistungsschnellschnittstahl (HSS). HSS steht f\u00fcr \u201eHigh Speed Steel\u201c. Diese Werkzeuge reichen f\u00fcr die meisten Heimwerkerarbeiten v\u00f6llig aus. Ihr solltet in jedem Fall auf gute Qualit\u00e4t achten. Lasst die Finger von billigen No-Name-Bohrern und nehmt gute Markenware. F\u00fcr weicheres Material wie Aluminium oder Kupfer eignen sich solche Standardbohrer sehr gut. Auch f\u00fcr Eisen oder unlegierten Stahl reichen HSS-Bohrer aus. Damit kann man \u00fcbrigens auch gut in Kunststoff bohren.<br \/>HSS-Bohrer gibt es in verschiedenen Spiralformen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">N = Normalspirale: universell, f\u00fcr Eisen, Stahl und Buntmetalle<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">H = langgezogene Spirale, f\u00fcr geh\u00e4rteten Stahl oder Hartkunststoff<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">W = enge Spirale f\u00fcr weiche Materialien wie Aluminium oder Kupfer<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr h\u00e4rtere Materialien wie legierten Stahl oder Edelstahl nimmt man kobaltlegierte Bohrer oder solche mit einer goldfarbenen, mit Titannitrid beschichteten Bohrschneide. Diese Bohrwerkzeuge haben in der Bezeichnung einen Zusatz hinter dem HSS. Sie sind zwar teurer, aber deutlich leistungsf\u00e4higer und verschleissen weniger schnell. Ob es sich wirklich \u201elohnt\u201c, h\u00e4ngt davon ab, ob man diese Bohrer f\u00fcr bestimmte Materialien ben\u00f6tigt und wie h\u00e4ufig man bohrt. Aluminium sollte man mit dieser Spitze allerdings nicht bohren. Das Bohren in Edelstahl klammern wir hier aus. Dazu gibt es einen Blogbeitrag von uns: <a href=\"\/blog\/bohren-edelstahl-gilt-es-zu-beachten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bohren in Edelstahl<\/a>.<br \/>Noch mehr zu diesen Werkzeugen erfahrt ihr in unseren Blogbeitr\u00e4gen\u00a0<a href=\"\/blog\/bohrerarten-wie-erkennt-man-den-unterschied\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bohrerarten<\/a>\u00a0 und\u00a0<a href=\"\/blog\/bohrer-rollgewalzt-oder-geschliffen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bohrer rollgewalzt oder geschliffen<\/a>.<\/p>\n<p>Eigentlich selbstverst\u00e4ndlich: die Schlagfunktion der Bohrmaschine bitte ausschalten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Spanbildung'>Spanbildung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Metallbohren entstehen nat\u00fcrlich auch Sp\u00e4ne. Diese Sp\u00e4ne werden durch die Spiralnuten aus der Bohrung abgef\u00fchrt. Bei den meisten Materialien bilden sich lange Sp\u00e4ne. Eine Ausnahme ist Messing, f\u00fcr das viele kurze Sp\u00e4ne typisch sind.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Drehzahl-und-Druck'>Drehzahl und Druck<\/h3>\n<p>Viel hilft nicht viel! Man sollte nicht mit zu hoher Drehzahl bohren. Bei Metall ist die Drehzahl generell niedriger als bei Holz oder Stein. Zwei Regeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Je h\u00e4rter das Metall ist, in das man bohrt, desto niedriger sollte die Drehzahl sein.<\/li>\n<li>Je gr\u00f6sser der Bohrdurchmesser, desto niedriger sollte die Drehzahl sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein zugegeben grober Richtwert f\u00fcr Stahl: je nach Stahlg\u00fcte (legierter Stahl bis unlegierter Baustahl) bei 6 mm ca. 1000 bis 1800 U\/Min. und bei 10 mm ca. 600 bis 1100 U\/Min. Im Zweifel eher mit niedriger als hoher Drehzahl bohren. Bei Aluminium darf die Drehzahl das doppelte betragen. Wer es ganz genau wissen muss: es gibt spezielle Drehzahltabellen. Dort findet man je nach Material und Bohrdurchmesser die optimale Drehzahl.<br \/>Man sollte nicht mit zuviel Druck bohren. Speziell kurz vor dem \u201eDurchstossen\u201c des Bohrwerkzeuges sollte man den Anpressdruck zur\u00fccknehmen, damit sich der Bohrer nicht verkantet oder das Bohrloch ausreisst.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Vorkrnen'>Vork\u00f6rnen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es macht Sinn, auf der Metalloberfl\u00e4che vorzuk\u00f6rnen, damit der Bohrer nicht abrutscht und eine pr\u00e4zise Bohrung erreicht wird. Man schl\u00e4gt hierzu mit einem K\u00f6rner eine kleine Vertiefung an die Stelle auf dem Metall, wo sp\u00e4ter gebohrt wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Khlen-und-len'>K\u00fchlen und \u00d6len<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Reibungshitze beim Bohren kann der Metallbohrer im schlimmsten Fall ausgl\u00fchen und ist dann unbrauchbar. Ihr solltet also zwischendurch den Bohrer aus dem Werkst\u00fcck ziehen und abk\u00fchlen lassen. Gerade bei gr\u00f6sseren Bohrdurchmessern bzw. Materialst\u00e4rke ist ein Schneid- oder Bohr\u00f6l sinnvoll, teilweise sogar unverzichtbar. Das erleichtert das Bohren und k\u00fchlt den Bohrer. Dadurch bleiben auch die Bohrschneiden l\u00e4nger scharf. Man muss nicht unbedingt spezielles Schneid- oder Bohr\u00f6l nehmen, wenn man eher selten in Metall bohrt. In solchen F\u00e4llen reicht es auch, w\u00e4hrend des Bohrens zwischendurch einen Tropfen \u00d6l einzutr\u00e4ufeln. Bei Messing sollte man nicht schmieren oder \u00f6len.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Lcher-mit-grerem-Durchmesser'>L\u00f6cher mit gr\u00f6\u00dferem Durchmesser<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Bohrungen ab ca. 8 oder 10 mm empfiehlt es sich, mit einem d\u00fcnneren Bohrer vorzubohren. Dann hat der gr\u00f6ssere Bohrer mehr Halt und bohrt sich leichter ein. F\u00fcr grosse Bohrdurchmesser in d\u00fcnnen Blechen bis ca. 5 mm gibt es spezielle Stufen- oder Blechsch\u00e4lbohrer.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Bohren-durch-dnne-Bleche'>Bohren durch d\u00fcnne Bleche<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei sehr d\u00fcnnen Blechen kann es passieren, dass das Bohrloch ausreisst bzw. das Blech sich verzieht. Hier empfiehlt sich dann \u201eSandwichbohren\u201c. Man legt das Blech zwischen 2 d\u00fcnne H\u00f6lzer oder d\u00fcnne Holzbrettchen und bohrt dann.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Entgraten'>Entgraten<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Bohren in Metall bilden sich am Rand der Bohrung Grate. Diese st\u00f6ren eventuell bei der weiteren Verarbeitung, sehen unsch\u00f6n aus und bergen ausserdem ein Verletzungsrisiko. Zum Entgraten des Bohrlochs verwendet man einen Senker. Ein dickerer Bohrer w\u00e4re zu grob. Notfalls kann man auch mit einer passenden Feile vorsichtig entgraten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id='Sicherheit'>Sicherheit<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtigster Punkt: das Werkst\u00fcck nicht mit der Hand halten, sondern einspannen oder mit einer Zwinge sichern. Gerade bei etwas gr\u00f6sserem Bohrdurchmesser entwickelt das Bohrwerkzeug im Metall Zentrifugalkr\u00e4fte. Beim Bohren durch d\u00fcnnere Bleche kann der Bohrer beim Durchstossen verkanten. Das setzt ruckartig Kr\u00e4fte frei. Auch wer die Erfahrung noch nicht selbst gemacht hat, kann sich vorstellen, wie gef\u00e4hrlich umherschleudernde Werkst\u00fccke sein k\u00f6nnen.<br \/>Ausserdem solltet ihr m\u00f6glichst eine Schutzbrille tragen. Die Schutzbrille ist beim Bohren in Messing besonders wichtig, weil speziell bei Messing kurze Sp\u00e4ne entstehen, die weit fliegen k\u00f6nnen. Handschuhe empfehlen sich nicht, weil diese vom Bohrer erfasst werden k\u00f6nnten.<br \/>Sollten sich Sp\u00e4ne um den Bohrer wickeln, dann erst die Bohrmaschine abstellen und erst dann die Sp\u00e4ne entfernen.<br \/>Hierzu lest bitte auch unseren Blogbeitrag <a href=\"\/blog\/sicherheit-beim-bohren-die-5-wichtigsten-regeln\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheit beim Bohren<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hilfreich oder nicht? Wissenswert oder langweilig? Eure Meinung z\u00e4hlt. 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Diese Werkzeuge reichen f\u00fcr die meisten Heimwerkerarbeiten v\u00f6llig aus. Ihr solltet in jedem Fall auf gute Qualit\u00e4t achten. Lasst die Finger von billigen No-Name-Bohrern und nehmt gute Markenware. F\u00fcr weicheres Material wie Aluminium oder Kupfer eignen sich solche Standardbohrer sehr gut. Auch f\u00fcr Eisen oder unlegierten Stahl reichen HSS-Bohrer aus. Damit kann man \u00fcbrigens auch gut in Kunststoff bohren.\r\nHSS-Bohrer gibt es in verschiedenen Spiralformen:<\/p>\r\n\r\n<ul>\r\n\t<li style=\"text-align: justify;\">N = Normalspirale: universell, f\u00fcr Eisen, Stahl und Buntmetalle<\/li>\r\n\t<li style=\"text-align: justify;\">H = langgezogene Spirale, f\u00fcr geh\u00e4rteten Stahl oder Hartkunststoff<\/li>\r\n\t<li style=\"text-align: justify;\">W = enge Spirale f\u00fcr weiche Materialien wie Aluminium oder Kupfer<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr h\u00e4rtere Materialien wie legierten Stahl oder Edelstahl nimmt man kobaltlegierte Bohrer oder solche mit einer goldfarbenen, mit Titannitrid beschichteten Bohrschneide. Diese Bohrwerkzeuge haben in der Bezeichnung einen Zusatz hinter dem HSS. Sie sind zwar teurer, aber deutlich leistungsf\u00e4higer und verschleissen weniger schnell. Ob es sich wirklich \u201elohnt\u201c, h\u00e4ngt davon ab, ob man diese Bohrer f\u00fcr bestimmte Materialien ben\u00f6tigt und wie h\u00e4ufig man bohrt. Aluminium sollte man mit dieser Spitze allerdings nicht bohren. Das Bohren in Edelstahl klammern wir hier aus. Dazu gibt es einen Blogbeitrag von uns: <a href=\"https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/bohren-edelstahl-gilt-es-zu-beachten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bohren in Edelstahl<\/a>.\r\nNoch mehr zu diesen Werkzeugen erfahrt ihr in unseren Blogbeitr\u00e4gen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/bohrerarten-wie-erkennt-man-den-unterschied\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bohrerarten<\/a>\u00a0 und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/bohrer-rollgewalzt-oder-geschliffen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bohrer rollgewalzt oder geschliffen<\/a>.<\/p>\r\nEigentlich selbstverst\u00e4ndlich: die Schlagfunktion der Bohrmaschine bitte ausschalten.\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Spanbildung<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Metallbohren entstehen nat\u00fcrlich auch Sp\u00e4ne. Diese Sp\u00e4ne werden durch die Spiralnuten aus der Bohrung abgef\u00fchrt. Bei den meisten Materialien bilden sich lange Sp\u00e4ne. Eine Ausnahme ist Messing, f\u00fcr das viele kurze Sp\u00e4ne typisch sind.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Drehzahl und Druck<\/h3>\r\nViel hilft nicht viel! Man sollte nicht mit zu hoher Drehzahl bohren. Bei Metall ist die Drehzahl generell niedriger als bei Holz oder Stein. Zwei Regeln:\r\n<ul>\r\n\t<li>Je h\u00e4rter das Metall ist, in das man bohrt, desto niedriger sollte die Drehzahl sein.<\/li>\r\n\t<li>Je gr\u00f6sser der Bohrdurchmesser, desto niedriger sollte die Drehzahl sein.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein zugegeben grober Richtwert f\u00fcr Stahl: je nach Stahlg\u00fcte (legierter Stahl bis unlegierter Baustahl) bei 6 mm ca. 1000 bis 1800 U\/Min. und bei 10 mm ca. 600 bis 1100 U\/Min. Im Zweifel eher mit niedriger als hoher Drehzahl bohren. Bei Aluminium darf die Drehzahl das doppelte betragen. Wer es ganz genau wissen muss: es gibt spezielle Drehzahltabellen. Dort findet man je nach Material und Bohrdurchmesser die optimale Drehzahl.\r\nMan sollte nicht mit zuviel Druck bohren. Speziell kurz vor dem \u201eDurchstossen\u201c des Bohrwerkzeuges sollte man den Anpressdruck zur\u00fccknehmen, damit sich der Bohrer nicht verkantet oder das Bohrloch ausreisst.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Vork\u00f6rnen<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es macht Sinn, auf der Metalloberfl\u00e4che vorzuk\u00f6rnen, damit der Bohrer nicht abrutscht und eine pr\u00e4zise Bohrung erreicht wird. Man schl\u00e4gt hierzu mit einem K\u00f6rner eine kleine Vertiefung an die Stelle auf dem Metall, wo sp\u00e4ter gebohrt wird.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">K\u00fchlen und \u00d6len<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Reibungshitze beim Bohren kann der Metallbohrer im schlimmsten Fall ausgl\u00fchen und ist dann unbrauchbar. Ihr solltet also zwischendurch den Bohrer aus dem Werkst\u00fcck ziehen und abk\u00fchlen lassen. Gerade bei gr\u00f6sseren Bohrdurchmessern bzw. Materialst\u00e4rke ist ein Schneid- oder Bohr\u00f6l sinnvoll, teilweise sogar unverzichtbar. Das erleichtert das Bohren und k\u00fchlt den Bohrer. Dadurch bleiben auch die Bohrschneiden l\u00e4nger scharf. Man muss nicht unbedingt spezielles Schneid- oder Bohr\u00f6l nehmen, wenn man eher selten in Metall bohrt. In solchen F\u00e4llen reicht es auch, w\u00e4hrend des Bohrens zwischendurch einen Tropfen \u00d6l einzutr\u00e4ufeln. Bei Messing sollte man nicht schmieren oder \u00f6len.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">L\u00f6cher mit gr\u00f6\u00dferem Durchmesser<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Bohrungen ab ca. 8 oder 10 mm empfiehlt es sich, mit einem d\u00fcnneren Bohrer vorzubohren. Dann hat der gr\u00f6ssere Bohrer mehr Halt und bohrt sich leichter ein. F\u00fcr grosse Bohrdurchmesser in d\u00fcnnen Blechen bis ca. 5 mm gibt es spezielle Stufen- oder Blechsch\u00e4lbohrer.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Bohren durch d\u00fcnne Bleche<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei sehr d\u00fcnnen Blechen kann es passieren, dass das Bohrloch ausreisst bzw. das Blech sich verzieht. Hier empfiehlt sich dann \u201eSandwichbohren\u201c. Man legt das Blech zwischen 2 d\u00fcnne H\u00f6lzer oder d\u00fcnne Holzbrettchen und bohrt dann.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Entgraten<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Bohren in Metall bilden sich am Rand der Bohrung Grate. Diese st\u00f6ren eventuell bei der weiteren Verarbeitung, sehen unsch\u00f6n aus und bergen ausserdem ein Verletzungsrisiko. Zum Entgraten des Bohrlochs verwendet man einen Senker. Ein dickerer Bohrer w\u00e4re zu grob. Notfalls kann man auch mit einer passenden Feile vorsichtig entgraten.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Sicherheit<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtigster Punkt: das Werkst\u00fcck nicht mit der Hand halten, sondern einspannen oder mit einer Zwinge sichern. Gerade bei etwas gr\u00f6sserem Bohrdurchmesser entwickelt das Bohrwerkzeug im Metall Zentrifugalkr\u00e4fte. Beim Bohren durch d\u00fcnnere Bleche kann der Bohrer beim Durchstossen verkanten. Das setzt ruckartig Kr\u00e4fte frei. Auch wer die Erfahrung noch nicht selbst gemacht hat, kann sich vorstellen, wie gef\u00e4hrlich umherschleudernde Werkst\u00fccke sein k\u00f6nnen.\r\nAusserdem solltet ihr m\u00f6glichst eine Schutzbrille tragen. Die Schutzbrille ist beim Bohren in Messing besonders wichtig, weil speziell bei Messing kurze Sp\u00e4ne entstehen, die weit fliegen k\u00f6nnen. Handschuhe empfehlen sich nicht, weil diese vom Bohrer erfasst werden k\u00f6nnten.\r\nSollten sich Sp\u00e4ne um den Bohrer wickeln, dann erst die Bohrmaschine abstellen und erst dann die Sp\u00e4ne entfernen.\r\nHierzu lest bitte auch unseren Blogbeitrag <a href=\"https:\/\/www.befestigungsfuchs.de\/blog\/sicherheit-beim-bohren-die-5-wichtigsten-regeln\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheit beim Bohren<\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hilfreich oder nicht? Wissenswert oder langweilig? Eure Meinung z\u00e4hlt. 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