Do-it-Yourself! Die englische Übersetzung für “Selbermachen”. Auch wenn der Ausdruck an sich relativ modern ist, gibt es das Selbermachen schon sehr viel länger als so mancher denkt. Und genau deshalb haben es sich die Museen für Kommunikation in Frankfurt und Berlin zur Aufgabe gemacht, die Besucher in einer ausgefallenen Ausstellung darüber zu informieren.
Besucherinformation
Die Do-it-Yourself Ausstellung, die seit diesen Sommer zu sehen ist, zeigt die abwechslungsreiche Vielfalt des Selbermachens. Sie findet vom 24. August 2011 bis zum 19. Februar 2012 im Museum für Kommunikation in Frankfurt und vom 30. März 2012 bis 02. September 2012 im Museum für Kommunikation in Berlin statt.
Die großen Themen sind Kommunikation- und Mediengeschichte. Gezeigt werden verschiedene Designs, Erscheinungsformen und Techniken, sowie die Unterschiede zwischen Arbeit und Freizeit in der Vergangenheit und der Gegenwart. Eine Reise durch die Entwicklung von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis hin zur Internetnutzung der heutigen Zeit.
Kuriose Exponate
Unter anderem sind auch Objekte aus der Technik- und Mediensammlung der Museumsstiftung zu sehen die noch nie zuvor gezeigt wurden, wie zum Beispiel selbst gebaute Detektoren von Radioamateuren aus den 20er Jahren oder eine improvisierte DDR-Rohrpostanlage aus ausgemusterten Staubsaugern.
In Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt (Schwerpunkt Visuelle Kultur/Prof. Dr. V. Kuni) wurde die Ausstellung ins Leben gerufen. Die Studierenden erhalten dadurch einen direkten Zugang zu Praxis und Theorie.
Eine Ausstellung für Tüftler
Heute ist das Web eine der beliebtesten Plattformen geworden um sich über Selbstgebautes zu Informieren. Dort werden Rezepte, Tipps und Tricks in Blogs und Foren miteinander ausgetauscht. Aber auch offline wird wieder öfter selbst Hand angelegt, so werden öffentliche Plätze als Nachbarschaftsgarten bepflanzt, Zäune gebaut und alte Feuerwehrschläuche zu Taschen vernäht.
Bei der Ausstellung wird deshalb ein Mitmachbereich eingerichtet sein, die “Tüftlerlabs”, in dem Besucher selbst aktiv werden können. Dort können sie zum Beispiel mit Elektronikschrott herumbasteln und daraus vollkommen neue Dinge erschaffen.
Fazit
Wer schon immer einmal wissen wollte wie die Selbermachen-Welle entstanden ist, sollte dem Museum für Kommunikation Frankfurt oder dem Museum für Kommunikation Berlin einen Besuch abstatten. Von kuriosen Objekten bis hin zum selber Basteln ist alles dabei. Dabei kann man noch die eine oder andere Idee mitnehmen, die zu Hause für frischen Wind sorgt.

Was haltet ihr von dieser, nicht ganz typischen, Ausstellung? Wollt ihr auch die Geschichte um die Entstehung der Do-it-Yourself Welle erfahren? Aber vielleicht steckt auch ein Erfinder in euch, der in den Tüftlerlabs etwas Neues erfindet?
Bildquelle: http://www.mfk-frankfurt.de









